Der Bärentriathlon Bad Zwischenahn

Wir verleben harte Tage. Am Sonntag gegen halb fünf aufstehen, weil man sich sportlich messen will. Als vierte Disziplin würde ich beim Triathlon „frühes Aufstehen“ festsetzen. Als fünfte Disziplin die Anreise ins zwei Stunden entfernte Oldenburg.
Kurze Dusche, kurzer Kaffee und den gepackten Rucksack schnappen. Schon waren wir unterwegs. Wir fingen B. am Bahnhof ein und machten uns auf den Weg zur Autobahn.
Die Sonne ging auf, die Bahn war leer. Aber die Strecke ist zum Abgewöhnen. 80/100 immer im Wechsel. Das Vorankommen gestaltete sich lästig.
Und doch kamen wir in Bad Zwischenahn pünktlich zur Startunterlagenausgabe an. Die Stimmung auf dem Gelände war gelöst. Die Wechselzone übersichtlich und so richteten wir uns gleich ein. Wir starteten als Staffel. Direkt aus dem Urlaub von 0 tiefenentspannt auf 100 Sprinttempo. Schon 9.20 – umziehen und gen Ufer trotten.
Um 10.00 Uhr sollte es endlich losgehen. Nach den ambitionierten Kiddies, die schon auf der Strecke waren, sollten jetzt die Herren der Sprintdistanz starten. Und mittendrin die Staffeln.
Die Wechselzone ließ auf ein schnelles Feld schließen. Unglaublich gut durchtrainierte Athleten und sehr schnelle Bikes. Nicht wie in Hamburg oder beim Inseltriathlon viele Jedermänner. Ne, hier musste man richtig ran.
Im Männerfeld war es mir als Frau ein wenig mulmig. denn die Herren waren schroff und schon am Start war schnell klar: Ellenbogen raus und Gas geben. Schon im Wasser konnte man die wichtige erste Boje nicht mehr erkennen. Aber in diesem Rudel war frau eh mit anderen Dingen beschäftigt. Zwei Wochen Salzwasser – ich fühlte mich wie eine Bleiente. Bis zur zweiten Wechselboje war ich mit Luftschnappen beschäftigt. Erst dann konnte ich endlich im Rhythmus ein paar Kandidaten einsammeln. Dann raus aus dem Wasser und Gas in die Wechselzone. Dort wartete schon A. auf mich und starrte auf meinen Zeitmesser am Bein. Ab damit und rauf aufs Rad. A. – ich weiß gar nicht mehr, wie Du abgedampft bist, so schnell warste weg! Ich tankte erst einmal ordentlich Luft – wir Staffeldamen hatten jetzt erst einmal 27 km Zeit, uns fertig zu machen. Ich war ja durch. Aber B. fing an, sich warm zu laufen.
B. hatte sich kurz vor dem Wettkampf noch eine fiese Erkältungssache eingefangen und hustete ordentlich. Trotzdem wollte sie Gas geben. Das ist das Schöne an der Staffel: Du weißt, dass es sofort richtig losgeht. Und hast dann auch einen regelrechten Adrenalinschub.
Endlich kam das grüne Shirt um die Ecke gesprintet. Jetzt vom Rad und in die Wechselzone schieben. Ich riß A. den Zeitchip vom Bein und bastelte ihn sorgt B um den Knöchel. Startnummer übergeben und B. machte sich auf die Socken. Ab jetzt ist alles, was bei ihr unter 30 Minuten rausspringt ein Erfolg!
Kurz musste A. sich verschnaufen, denn die Radstrecke war echt Tempobolzen. Kurz mit den Füßen zur Abkühlung in den See und dann gemütlich auf dem Weg in den Zielbereich.
27 Minuten später rannte B. ins Ziel – eine super Zeit!! Wir waren gut dabei!
Für jeden gab es eine Trinkflasche und ein paar Zielhäppchen. Diesmal Obst, Dextro und Cola. A. schielte ein wenig neidisch zum Bierwagen, aber ließ es dann doch bei Cola und Sonne.
Wir hatten nicht mit so einem guten Abschneiden gerechnet – in mitten der starken Konkurrenz. So belegten wir am Ende Platz 13 zuzüglich einer Zeitstrafe, die uns auf den 15. Platz zurückwarf. Hatte A. auf der Radstrecke wohl einen kleinen Zwischenfall *gg*
Da wir mit zwei Damen gestartet sind, ergab sich der dritte Platz bei den gemischten Staffeln, vor uns waren nur noch zwei Staffeln mit je einer Dame und 12 Männerstaffeln. Nicht schlecht, oder??
Der Heimweg aus Oldenburg war lang, wir standen erst lange im Stau, um aus Bad Zwischenahn wieder herauszukommen und dann blieben wir auch noch in der Baustelle vor Hamburg hängen. Naja, gut, dass wir so früh losgefahren sind. So war der Abend noch zum Relaxen.
Danke an die Staffelteilnehmer, es war ein großartiger Wettkampf!

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2 Antworten zu Der Bärentriathlon Bad Zwischenahn

  1. admin sagt:

    Müdi….

  2. christiane sagt:

    Jupp – ist jetzt aber auch genug mit den Wettkämpfen :o)

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