Der erste Triathlon in Bad Bodenteich


Nach einer „langen“ und „schweren“ Vorbereitungszeit war es am 24.06.2012 soweit, mein erster kompletter Triathlon in meiner jungen Karriere.
Nach vielen positiven Berichten aus dem Freundeskreis fiel die Wahl auf den „Stadtpark Triathlon Bad Bodenteich“.
Im Dezember 2011 erfolgte, mit einem leicht mulmigen Gefühl, die Anmeldung zum Sprint. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich erst wenige Monate die Couch gegen den Sport getauscht.
Zusätzlich hatte ich erst ca. 40 km Rennrad Erfahrung gesammelt und nicht wirklich großes Vertrauen in diese dünnen Reifen.
Für die meistens Triathleten ist das Schwimmen ein notwendiges Übel, aber für mich als alter Wasserballer ein Traum. Durch dieses Training erwartete ich keine großen Probleme bei den 600 m.
Im Januar schloss ich mich der Laufgruppe von Uwe (www.open-sports-hamburg.de) an, um auch beim Laufen nicht in Panik zu versinken.
Meine ersten ernsthaften Rennrad Erfahrungen habe ich mir im Harz (Mai 2012) erkämpft. Nach stolzen 4 Tagen und ca. 400 km auf dem Esel kam ich mir schon wie eine kleine Bergziege vor.
Nach dieser Erfahrung hatte ich keine Angst mehr, die 31 km von Bad Bodenteich, zu fahren.
So konnte ich im ersten Halbjahr in den 3 Disziplinen viele Erfahrungen sammeln und wurde so immer ruhiger. Etwas fehlte aber noch! Die vierte und fünfte Disziplin! Die Koppelung und der Wechsel in der Wechselzone.
Dieses haben wir erst wenige Tage vor dem Start getestet und für ausreichend befunden. 😉
Ein Morgenmuffel sollte man beim Triathlon nicht sein, da die Starts doch immer recht früh sind. Wenn man seine Startunterlagen auch noch nicht hat, kann es schon passieren, dass man dem Mond guten Morgen sagt. Ach ja, und dass im Sommer. 🙂
Wir sind ein Tag vorher angereist, um diesen Stress zu entgehen und konnten noch einen kleinen Abstecher nach Uelzen machen. Sehr schön!
Um ca. 7 Uhr sind wir von der Natur geweckt worden, und ich konnte mit den Vorbereitungen beginnen. Schnell noch die Startunterlagen besorgen, und dann konnte es losgehen. Eine leichte Anspannung machte sich in mir breit! Um 10:30 Uhr konnte ich das warme Wasser (18 Grad) antesten. Da ich doch einige Schwimmerfahrungen hatte, stellte ich mich ganz frech nach vorne und lies mich nicht mehr nach hinten drücken.
Dann der Start!
Schon nach wenigen Meter musste ich feststellen, doch nicht einer der schnellsten zu sein und wurde von einigen überholt. Ich war dann in einer kleinen Gruppe gefangen. Wir mussten scharf um eine Insel schwimmen, und dann passierte es. Zwei Schwimmer vor mir fingen an Brust für sich zu entdecken und schon hatte ich die ersten Füße im Gesicht. Was soll das?
Zum Glück konnte ich mich schnell vorbeiziehen und „normal“ weiter schwimmen.
Am Schwimmziel selber konnte ich noch mal Tempo machen und hatte wohl aus Wasserballgewohnheit jemanden versenkt – aber nicht mitbekommen. Ups…
Ab zur Wechselzone und schnell umziehen. Hier musste ich mir immer wieder einreden: “Ganz ruhig und lass dich nicht aus der Ruhe bringen.“ Naja, ich habe es dann ganz langsam angehen lassen. Selbst Zurufe meiner weiblichen Fans wurden ignoriert.
Mit gefühlten 5 Minuten Verspätung konnte ich auf die 31 km Strecke gehen. Im Vergleich zu vielen anderen Kindern nahm ich mir ein bisschen Zeit, die Umgebung und das Gefühl zu genießen. Aber ich war trotzdem schnell und musste sogar 2 Landwirtschaftsmaschinen überholen, die ich auch noch ganz freundlich grüßte. Nach 30 km warteten meine Fans kurz vor dem Ziel, hatten aber nicht so schnell mit mir gerechnet und mich fast übersehen.
Der Wechsel von Rad zum Laufen lief doch ein bisschen schneller. Die erste Runde beim Laufen war die Hölle! Die Beine konnte ich einfach nicht mehr so stark anheben. Zum Glück legte sich das in der zweiten Runde und ich konnte mich in mein Wohlfühltempo hingeben. Der Mann war jetzt richtig geölt.
Hundert Meter vor dem Ziel konnte ich noch mal Tempo machen und bin mit einer Gesamtzeit von1:38 Std. ins Ziel laufen, wo ich herzlich empfangen wurde.
Mein ersten Triathlon habe ich damit einer von mir gewünschten Zeit überlebt und Lust auf mehr bekommen. Großartig! Nächstes Jahr wird richtig angegriffen, denn da geht noch mehr!
Zum Ausklang haben wir noch befreundete Staffeln von Open Sports, die bei der Mitteldistanz gestartet sind, angefeuert.

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