Die erste Olympische Distanz, 2013-08-17

Nach einer Woche Pause kann ich mit dem nötigen Abstand meinen Bericht zur ersten Olympischen Distanz schreiben. Nachdem ich letztes Jahr einen schönen Einblick in St. Peter Ording bekommen hatte, wollte ich dieses Jahr unbedingt teilnehmen. Ich konnte es kaum erwarten und war bei der Abmeldung der Achte. *freu*
Nach den letzten anstrengenden Wochen sollte dieser Wettkampf meine letzte große Aufgabe werden. Der Schwerpunkt in diesem Jahr lag auf Schwimmen, sodass Radfahren und Laufen etwas zur kurz gekommen sind.
Meine Laufversuche in den letzten Wochen hatten mir etwas größere Sorgenfalten bereitet. Mir blieb schon bei leichten Anstrengungen die Luft weg. Meine morgendliche Müdigkeit war auch etwas seltsam.
Es ging Samstag früh mit großen Sorgenfalten auf die Autostrecke. Wir waren sehr pünktlich und konnten unsere Startunterlagen abholen. Ich fühlte mich fit und die spontane Teilnahme von C. bauten mich etwas auf.
C. ging als Erstes auf die Strecke und ich bewundere ihr Durchhaltevermögen. Sie sollte nur Schwimmen aber Ihre Mannschaft sagte kurz vorher ab, sodass sie die gesamte Strecke alleine gemacht hat, ohne jemals vorab einen kompletten Triathlon absolviert zu haben. Sie hat eine super Zeit ins Ziel gebracht. Ich verstehe nicht woher sie die Kraft nimmt, nach den letzten Wochen.
Mein Start war um 12 Uhr und ich musste schon eine halbe Stunde vorher losgehen, um rechtzeitig zum Schwimmstart zu kommen. Es ging ca. 2 km über den Strand. Ein Blick aufs Wasser lies schon erahnen was uns erwarten würde. Die Wellen brachen genau an den Schwimmbojen. Der Start war pünktlich und wir stürzten den Wellen entgegen. Eine gelbe Badekappe nach der Anderen wurde von mir eingesammelt. Mein Orientierungssinn wurde nach der Hälfte der Strecke wieder auf die Probe gestellt, da kaum noch gelbe Punkte vor mir waren.
Dann endlich war das Ufer wieder zu sehen. Schon beim Laufen der 500m Strecke hatte ich keine Luft mehr und wurde von einigen Mitstreitern überholt. Beim Umziehen habe ich mir etwas viel Zeit gelassen und habe hier schon 1 Minute zusätzlich verbraucht. Auf dem Fahrrad lief es aber dann richtig gut, sodass ich einige hinter mir lassen konnte. Nach kurzer Zeit wurde ich aber von immer mehr „Zeitmaschinen“ eingeholt. Gegen diese Technik kann man mit dem normalen Rad nicht gewinnen. Die Strecke war super und ich konnte meine ersten 20km unter 40 Minuten beenden. Auch die nächsten 20km konnte ich in der gleichen Zeit auf die Straße bringen. Nach 78 Minuten war ich am Ziel.
Es ging mit müden Beinen auf die 10km und wäre am liebsten gleich ins Ziel abgebogen. Die ersten 500m über den Strand raubten mir die letzte Luft und ich musste mein Tempo sofort verlangsamen. Nach 2km musste ich eine meiner vielen kurze Pause einlegen, um etwas Luft zu bekommen.Nachfolgende Läufer überholten mich aber es war mir egal. Es ging nicht mehr darum einen guten Platz zu machen, sondern überhaupt ins Ziel zu kommen. Nach der ersten Runde empfing C.. Ein Läufer nach dem Anderen überholte mich. Das Ziel war nicht mehr weit und die Laufstrecke immer leerer. Die letzten Läufer sprachen mir Mut zu. Noch 100 Meter noch. Im Ziel wäre ich am liebsten umgefallen. Die Lunge und Beine brannten. Die Zeit war mir egal.
Schnell zusammenpacken und ab in den Urlaub.
Am Abend wurde das Ergebnis online abgerufen und stellte für mich die größte Enttäuschung in diesem Jahr dar. Wie erwartet war die Laufzeit eine große Katastrophe. Über 100 Leute haben mich auf der Laufstrecke stehen lassen.
Trotz des schlechten Ergebnisses hat mir der Triathlon viel Spaß gemacht. Ich werde nächstes Jahr wieder teilnehmen. Zeitfahrrad und neue Zauberlaufschuhe sind schon eingeplant.

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