Fitnessüberraschung am Montag 3-2-2014

Ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse … – genau! Mein liebster Mitstreiter hat wohl den ganzen Abend nichts anderes im Kopf als Wasserball und muss zum Spielen GANZ weit weg – voraussichtliche Wiedereinkehr ca. 23:30 Uhr.
 

ge-kirsch-t

ge-kirsch-t


Da hat die Frau Zeit, doch wieder einmal in das „Joker“-Studio zu hüpfen und dort das Kursangebot zu begutachten. Leider auch dieses Studio nicht gerade ums Eck. Zur Motivation: Wenn man die Rückfahrt (kalt, hungrig knurrend und müde) ausblendet, geht’s gerade so. Parkplatz is‘ nicht – die Tiefgarage ist eng, kein Wendekreis und beunruhigende -2cm Luft über dem Autodach (<- schönes Gefühl, wenn man sich auf die deutsche Sicherheitszone verlassen muss – in diesem Falle passte das) – wie ich schon in einem früheren Experiment testen durfte. Also 500m im Galopp über für nicht Fußgänger gedachte Kreuzungen. Herrlich.
Das Studio selbst ist recht nett, auch wenn es hier so benutzerfreundliche Trainingsmöglichkeiten für den hiesigen Kiez bietet, hab ich das Studio noch nie unangenehm überfüllt erlebt – ein echter Bonuspunkt. Meine üblichen Adressen riechen dann schnell wie ein Iltiskäfig mit Saunatemperatur.
Aber: Komischer Geruch weht mir entgegen, sobald die Mädchenumkleidetür aufziehe – igitt, während ich mir einen Schrank suche, grüble ich, was ist das bloß? Fäkal?? Oder oral? Übertüncht mit ein wenig Kloraum-Sprüh. Ein bisschen Dschungelcamp für die Nase statt für die Augen. Immernoch ist meine Nase alles andere als gut, die Erkältung ist noch nicht vollkommen auskuriert. Wie mag das wohl den anderen Weibern gehen, die sich hier mit dem 100% realem Geruch auseinandersetzen müssen *igitt*
Ein wenig grumpy ziehe ich mich um, denn das wonach es riecht ist auf alle Fälle hausgemacht. Und das heißt für mein Rechtsempfinden: Vermeidbar. Erfahrungen haben meine Vorurteile ordentlich anschwellen lassen – Regel 1: Wenn Du die Sanitär-Tür anfasst – fasse zur gleichen Zeit einen festen Gedanken an etwas Schönes und lasse ihn nicht los. Hinter der Tür lauern schlimme Überraschungen. Bulimische Weiber, schlimmer Durchfall, Missachtung der gängigen Benutzungsregeln von Keramik und Fliesen, oder vergessene Utensilien aus Zellstoff oder Gummi *bah*. Regel 2: Summe in Deinem Kopf ein laut widerhallendes Lied. Damit unterdrückst Du die Bilder, die zu den Kotzgeräuschen aus der Kabine neben Dir passen würden. Regel 3: Nimm die Toilette, die NICHT bei den Umkleiden ist, die meisten Studios haben mehrere. Auf den anderen werden schlimmstenfalls nur harmlose Drogen genommen.
Ab geht’s umgezogen zum Kurs. Und ja – hätte ich mir die Kursbeschreibung auch zu Ende angeschaut, hätte ich das Detail „Ultimative >Urban< Fitness <Bootcamp> für Männer“ nicht wissentlich übergangen. Entsprechend verwundert waren wir alle, als es dann auch schon losging. Naja, das Training mit Jungs bin ich ja gewohnt. Nur eben nicht hier. Und die Jungs hätten wohl auch lieber „unter sich“ geschwitzt.
Ich dachte mir noch: „Ach, is‘ nur der David Kirsch…“ „nur ne halbe Stunde“ „Wenn ich nicht mehr kann, mogel ich“ – denkste. Eigentlich kam ich gut mit, und den Rest quetschte ich mir irgendwie zusammen. Von den Jungs wollte aber auch keiner aufgeben, so wurde das eine richtige Challenge. Und hat entsprechend Spaß gemacht.
Nächstes Mal bitte unter dem Motto: Erst spähen, dann krähen!
Ab auf die Powerplate – das Spielchen kenn ich schon, das tut gut. Die (jetzt ausschließlich ) Damen sind aber so richtig dabei, ich schwächle ein wenig, aber das soll so, ich muss mich erst mal von dem Männer-Boot-Camp erholen und Kraft schöpfen, bevor es an den Geräten weitergeht.
Noch habe ich meine Fitness nicht komplett zurück gewonnen, das merke ich und lasse es locker angehen. Am Ende reicht es noch für einen satten Muskelkater im Po und im Rücken. Das war dann wohl ein „butt-„camp, dass sich gelohnt hat!
 

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