Lausig ungemütlicher 23er am Alsterwanderweg 19-1-2014

Die Wettervorhersage war schon treffend: Es wird ungemütlich! Na, immerhin +2°C ich bin schon glücklich, dass wir keine arktischen Temperaturen haben, was das lange Training so schmerzhaft macht.
Aber ich ziehe mir trotzdem lieber ein T-Shirt unter mein Thermohemdchen. Sicher ist sicher. Heute sind 24km laut Marathonplan angesetzt. Da ich auf den letzten 20km mit Kraftproblemen zu kämpfen hatte, bin ich mir sicher, dass 24km heute utopisch ist. Im Gegensatz zur letzten Marathonvorbereitung will ich mich nicht im Training abschießen, sondern locker und vernünftig aufbauen. Da reicht diese Woche auch alles >20km.
Und so mache ich mich auf den Weg, Füße tapen vergessen…, Handy nicht dabei… oh Mann…Egal, ich laufe den Alsterwanderweg, der ist wenigstens nicht so einsam und ich kann auf mögliche Hilfe hoffen. Zusätzlicher Bonus: Es besteht die Option, mit der nahegelegenen Bahn zurückzufahren, FALLS ich mal wieder schwächle.
Soweit soll es aber gar nicht kommen. Alle 6km gibt’s ne kurze Trinkpause und ich starte ganz gut gelaunt auf die erste Hälfte. Ab Dreiviertel Strecke erwarte ich Erschöpfung und so kommt es dann auch. Bis 20 halte ich locker durch und plötzlich macht meine super duperneue Uhr schlapp – Akku leer. Juhu. Bis knapp 23km laufe ich weiter und danach ist auch Schluss in meinen Oberschenkeln. Ein lachendes Auge: Meine Füße sind schmerzfrei, meine Waden auch. Tränendes Auge: Mangelnde Kraft in den Oberschenkeln war ehrlich gesagt noch nie mein Problem. Komisch.
Am Abend guck ich nochmal in meine alten Trainingsaufzeichnungen der langen Läufe vor dem letzten Marathon. Da lagen meine Probleme noch ganz woanders, ebenso die Zwischenzeiten. Also bin ich gar nicht so übel dran und kann mich fast sogar auf den Wettbewerb freuen.
 

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