Midsummer Triathlon 19-06-2014

Ein Sturm war angesagt, ein Sturm sollte kommen. Obwohl 18.30 Uhr mein Bio-Rhythmus keinen Wettkampf mehr vorsieht, treten wir zum Triathlon nach Feierabend an. Schwer schleppen wir uns hin, denn nach der Arbeit hat keiner von uns beiden Lust.

Aber gebucht ist gebucht, wir treten an zum Nordwetter-Event.

Pünktlich checken wir ein, die Startunterlagen sind schnell besorgt und die Nummern angebracht. Heute Premiere: Mein neuer Einteiler wird mir das elende Wechseln vereinfachen. Dummerweise habe ich unter dem High-Tech-Teil nur eine Baumwollunterhose (um 6.00 Uhr morgens beim Packen denkt man eben nicht an alles) und so muss selbige mit ins Wasser *igitt*.

Ansonsten halten sich die Vorbereitungsfehler in Grenzen, so langsam pendeln sich die Gewohnheiten ein. Noch ist mir das Wechseln sche***egal. Es geht Schlag auf Schlag: 18.15 Uhr Wettkampfbesprechung, 18.25 Uhr einschwimmen *uahh kalt* und 18.30 Uhr Startschuss. Heute aus Faulheit schenke ich mir den Neo – ich bin zwar nicht schneller im Wasser, aber deutlich im Vorteil beim Umziehen.

Die Schwimmstrecke ist ok, das Geruppe hält sich in Grenzen, das Ganze ist in acht einhalb Minuten beendet. Einigermaßen ausser Atem gehts aufs Rad. Beine freiradeln, Puls in Arbeitsrhythmus bringen. Jetzt reintreten. Die Strecke ist herrlich bei dem fiesen Gegenwind. Aber entgegen aller Erwartungen tauche ich unter dem Wind weg und leide nicht allzu sehr.

Andy lässt mich beim Rad stehen und stielt mir eine Minute. Im Wechsel winke ich ihm zu, wechsle wieder schneller als gedacht und bin schon losgelaufen. Laufen… Es wird nicht schöner, wenn man’s nicht mag. Und ich mag’s nicht. Es geht in den Wald und die Strecke ist ordentlich profilliert, ein Alptraum für mich. Meine Waden sind zu, ich krieg die Beine nicht in Schwung und muss mit meinem Atem haushalten. Hässlich. Nach einer gefühlten Ewigkeit ein Schild – und es steht „1 km“ drauf. Wie das war nur EIN Kilometer – schreit es in meinem Kopf. Das kann noch lustig werden. Den Rest des Weges leide ich still vor mich hin und versuche, die bereitstehenden Rettungskräfte nicht anzusehen, damit die mich nicht wegen meiner roten Birne rausziehen.

Kurzer Hinweis am Straßenrand: 7te Frau. Aha. Rettet mir das jetzt den Abend? Ich gebe alles, aber ich kriege einfach keinen Sprint mehr zustande. Es ist zum Heulen, immer macht mir das Laufen alles kaputt. Ich renne ins Ziel, so gut ich kann, Andy steht bereit und umarmt mich – FERTIG!

Am Ende steht meine Zeit mit unter 1:20 Stunden – ein Traum! 1:18 irgendwas heißt auch: Platz 2 der Jedermänner. Die anderen 5 Damen werden im Sprint gewertet. Geil. Und wer schaut zuhause England gegen Uruguay, statt sich auf das Siegertreppchen zu stellen? Naja, … es ist eben ziemlich kühl draußen und hier gibt’s ne heiße Suppe 😀

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